If this happened I would not leave

2-channel video installation on the construcion of emotions
25:00 min

Fünfundzwanzig Minuten ausgesetzt mit einer einzigen Regieanweisung: im Frame bleiben, einen neutralen Blick in die Linse richten – und nicht zu blinzeln.
Hervorgerufen einzig durch die statische Präsenz der Kamera erzwingt diese rein technische Handlungsanweisung eine physische Reaktion, welche eine nie statt gefundene Emotion suggeriert.
Die Präsentation dieser filmischen Dokumentation darf ausschließlich gegenübergestellt erfolgen. Nur die räumliche Anordnung der beiden Videobilder zueinander ermöglicht ein narratives Spannungsfeld: sind sie Schwestern oder Freundinnen, Rivalinnen oder Verbündende? Sind sie verwandt oder verliebt, auf welche Weise miteinander verbunden?
Allein die formale Anweisung und die räumliche Konstellation der filmischen Abbilder erzeugt eine Fiktion: die Begegnung ist nie passiert, der emotionale Moment bewusst konstruiert.

Twenty-five minutes exposed to one single director’s instruction: to stay in the frame, neutral facial expression – and you must not blink. Caused by the camera’s static presence, this mere technical assignment enforced a physical reaction. It suggests an emotion that never happened.
The presentation of this filmic documentation may only happen with the two channels vis-à-vis. Solely the spatial set-up enables a narration: are the women depicted sisters or friends, rivals or confederates?
Only the strictly formal direction and the spatial constellation of the moving images generates a fiction: the meeting has never happened, the emotional moment willfully constructed.

Credits:
Konzept und Regie: Miriam Schmidtke | Performerinnen: Anna-Maria Hadorn, Miriam Schmidtke | Kamera/Licht: Alexander L. Schank/Schank Fotografie